Kinder, Hunde, Badefreuden

Man sagt, Deutschland sterbe in naher Zukunft aus. Viel zu wenige Kinder würden geboren. Sollte das wirklich stimmen, dann sind alle Kinder der Republik derzeit in Damp. Zumindest alle zwischen null und zwölf. Danach fahren die Kids lieber ohne Eltern an den Strand von Mallorca. Dennoch, vereinzelt sieht man auch missmutige Jugendliche, die gelangweilt hinter ihren genervten Erzeugern hertrotten. Noch finsterer wird die Mine, wenn das Familienidyll ein Fünfjähriger auf seinem Horrorroller umrundet. Was kann uncooler sein, als spät geborene Geschwister. Zu der Zeit gezeugt, als Papa sich endlich traute, den Arzt nach den tollen blauen Pillen zu fragen.

Auf jedes Kind in Damp kommen drei Hunde. Jedenfalls gefühlt. Daher gibt es auch einen eigenen Hundestrand, wo sich die haarigen Freunde des Menschen hemmungslos im Wasser tummeln. Manch kleines Exemplar dieser Gattung hat schon arge Probleme, wenn es mit letzter Kraft durchs seichte Wasser paddelt und gegen riesige Wellen ankämpft, die tobende Kinder – wahlweise Hunde – gerade erzeugt haben. Grillfreunde können an diesem Strand ihre Kenntnisse testen. Wie lange dauert es noch, bis dieses reglos im Sand liegende Pärchen gar ist? Knusprig braun sehen sie schon aus, im Gegensatz zu Patient F., der trotz Sonnenbestrahlung seine vornehme Blässe konsequent beibehält.

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Baden gehört zum Urlaub. Und Fahrradfahren. Das ist für Fußgänger ein lebensbedrohliches Phänomen. Denn gerade Senioren glauben bis ins hohe Alter fit zu sein. Daher schwankt man abenteuerlich auf dem schönen Leihfahrrad durch die Welt. Ganz gleich, ob Autoverkehr oder Fußgänger den Weg kreuzen. Während Opa mit stoischer Ruhe sein Gefährt durch Feld, Wald, Wiesen und leider auch Straßen lenkt, erkennt man ältere Einsteigerinnen in die Kunst der zweirädrigen Fortbewegung an ihrem panischen Gesichtsausdruck. Kein Wunder, wenn sie in diesem Zustand vergessen, wo bei ihrem Gefährt die Bremsen eingebaut sind.

Man erkennt, eine Kur ist gefährlich. Radfahrer, Nordic-Walker, Rollatoren, diverse Gehhilfen oder Rennrollstuhlfahrer gefährden die körperliche Unversehrtheit von Patient F. Der wahre Krieg der Verkehrsteilnehmer tobt nicht auf der Autobahn, sondern in der Rehaklinik!

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Ein Gedanke zu “Kinder, Hunde, Badefreuden

  1. Uiuiui. Ich dachte, die Autobahn wäre ein Gemetzel – somit verstößt die Reha gegen die Genfer Konvention. Bin ich froh, wenn ich Dich nächste Woche, hoffentlich in einem Stück, wieder sehe.

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